Salzig-süße Cookies für die Stillzeit

Diese herrlich weichen Hafercookies für die Stillzeit sind eine tolle Art, sich gesunde Kalorien zuzuführen. Verschiedene Quellen empfehlen, während der Stillzeit die Kalorienzufuhr um ca. 600 kcal pro Tag zu erhöhen, um dem gesteigerten Bedarf gerecht zu werden. Das entspricht etwa einer mittleren Pizza Margherita oder zwei Heidelbeermuffins. Natürlich könnte man sich auch einfach eine Tafel Vollmilchschokolade gönnen, aber idealerweise sollten die zusätzlichen Kalorien ja auch gut für die Milchproduktion sein. Was also tun? Für mich habe ich zwei tolle Lebensmittel gefunden, die es mir leichter machen, die 600 zusätzlichen Kalorien auf gesunde Weise zu mir zu nehmen. Ich mache mir möglichst jeden Morgen einen Still-Smoothie mit Banane und Haferflocken (ca. 300 kcal – das Rezept wird zeitnah nachgeliefert) und esse nachmittags zu meinem heißgeliebten Fencheltee einen Hafercookie (ca. 250 kcal) mit lauter guten Sachen drin.

Stillcookie mit Fencheltee

Jetzt aber auf zu den Cookies. Ich habe mehrere Rezepte zu Still-Cookies von englischsprachigen Rezeptseiten verglichen, die Maße konvertiert und alles nach meinem persönlichen Geschmack angepasst. Die Zutaten klingen ehrlich gesagt arg nach Reformhaus und nicht sehr lecker, aber was dabei herauskommt, ist wirklich köstlich. Selbst mein Mann isst diese Cookies sehr gern, obwohl das mit der Milchproduktion bei ihm nicht so richtig klappen will.

Ich verwende zarte Haferflocken und Mehl Typ 405. Ein Ersatz z.B. durch Dinkelmehl ist problemlos möglich und schmeckt sogar sehr gut. Die bereits erwähnten „reformhausigen“ Zutaten kaufe ich im dm: diese Bierhefe und diese Leinsamen verwende ich und bin sehr zufrieden damit. Bierhefe enthält sehr viele B-Vitamine und soll die Milchproduktion anregen. Leinsamen soll ebenfalls helfen, die Milchproduktion aufrecht zu erhalten. Geschmacklich hat er aber kaum Einfluss auf die Cookies.

Wer keinen Zimt mag, kann ihn natürlich weglassen – er ist nur für den guten Geschmack da. Ebenfalls für ein interessantes Geschmackserlebnis kann eine extra Prise grobes Meersalz sorgen. Ich weiß, zu viel Salz ist böse, aber in diesen doch recht süßen Cookies kommt ab und zu ein Fleckchen Salz richtig gut! Als Fett kann Butter, Margarine oder Kokosöl (kaufe ich ebenfalls im dm) verwendet werden, wobei man Letzteres nicht als einziges Fett nehmen sollte, da die Cookies sonst arg auseinander fließen. Wer hingegen kein oder wenig Kokosöl zur Hand hat, kann die Menge auch mit Margarine ersetzen. Hauptsache ist, dass am Ende 120 g Fett verarbeitet werden. Selbstverständlich kann auch der weiße durch braunen Zucker ersetzt oder mit ihm gemischt werden.

3 Dinge sind entscheidend für das Gelingen:

1. Zuerst Margarine, Ei und Zucker verarbeiten und danach die trockenen Zutaten als Mischung zugeben. Ich habe einmal versucht, Mehl, Haferflocken usw. nacheinander zuzugeben. Es war nicht schön! Der Teig hatte eine erstaunlich zähe Konsistenz und die leichte Bierhefe ließ sich nicht mehr richtig gut darin verteilen. Deshalb ist es wichtig, in einer separaten Schüssel alle trockenen Zutaten zuerst zu vermischen und sie dann als Mischung löffelweise in den Teig zu geben.

2. Die Teigkugeln sollten einigermaßen gleichgroß ausfallen, damit ein einheitliches Backergebnis erzielt wird. Sind die Cookies zu unterschiedlich groß, werden einige schon durchgebacken sein, während andere noch nicht fertig sind.

Teigklümpchen für Stillcookies auf dem Blech

3. Nicht zu heiß und/oder zu lange backen: Dadurch, dass die Cookies nur solange gebacken werden, dass sie unten goldgelb sind und die Oberseite kaum noch glänzt, sind sie nach dem Backen nicht knüppelhart, wie man andere Haferkekse kennt, sondern herrlich weich. Werden sie heißer oder länger gebacken, werden sie schnell hart und sind dann nur noch halb so großartig.

So sehen die fertigen Cookies aus, wenn alles gut gelaufen ist:

Fertig gebackene Hafercookies

Lust bekommen? Dann geht’s jetzt auf in die Küche!

Zutaten:

  • 140 g Haferflocken
  • 90 g Mehl
  • 2 geh. EL Bierhefeflocken
  • 2 geh. EL Leinsamen
  • 1 TL grobes Meersalz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Msp. Zimt
  • 30 g Kokosöl
  • 90 g Margarine, Zimmertemperatur
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 100 g weiße Schokolade, gehackt

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  2. Zuerst die trockenen Zutaten, also Haferflocken, Mehl, Bierhefe, Leinsamen, Meersalz, Backpulver und Zimt in eine Schüssel geben und gut durchmischen.
  3. Dann in der Küchenmaschine zuerst Margarine und Kokosöl glatt rühren und danach Zucker und Vanillezucker zugeben und gut verrühren. Das Ei zugeben und so lange rühren lassen, bis es gut eingearbeitet ist.
  4. Löffelweise die trockenen Zutaten zugeben und auf niedriger Stufe gründlich vermengen. Wir wollen keine „Nester“ von Margarine oder Haferflocken.
  5. Zuletzt wird die gehackte weiße Schokolade untergehoben.
  6. Mit zwei Esslöffeln werden 12 möglichst gleich große Teigkugeln abgestochen und auf das mit Backpapier ausgelegte Blech gesetzt.
  7. Ca. 10-15 Minuten auf mittlerer Stufe bei Ober-/Unterhitze backen, bis die Cookies unten goldgelb sind und die Oberseite kaum noch glänzt.
  8. Sofort vom Blech nehmen und abkühlen lassen.

Guten Appetit!

Rezept zum Ausdrucken

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