Die beste Puckdecke fürs Baby

Vor ein paar Wochen bin ich nachts um zwei wach geworden und spontan zehn Jahre gealtert. Mindestens. Meine kleine Tochter hatte sich nicht nur aus der Babydecke gestrampelt, in die wir sie gepuckt hatten, sondern sich auch noch besagte Decke über den Kopf gezogen. Zum Glück ist ihr nichts passiert und sie strahlte mich fröhlich und putzmunter an, als ich das Ding panisch von ihrem Gesicht riss. Trotzdem habe ich sofort Amazon geplündert und drei verschiedene Puckdecken bestellt, in der Annahme, dass uns wenigstens eine davon sicher gefallen würde.

Puckdecke Pucksack Swaddle

Meine Anforderungen an die Puckdecken waren einfach:

  • ein fester Sitz, damit Baby sich nicht herausstrampeln kann
  • Atmungsaktives Material, damit es keinen Hitzestau gibt
  • einfache Benutzung, damit auch mein Mann das Pucken freiwillig macht

Ich habe also drei verschiedene Puckdecken bestellt, die unterschiedlich funktionieren:

  1. der Hanababy Swaddle aus dehnbarem Stoff mit Reißverschluss
  2. den Woombie Air aus festem Stoff mit Reißverschluss und
  3. den Nüroo Swaddle aus festem Stoff mit Klettverschluss.

1. Woombie Air

Nach einem Tag kam der Woombie Air bei uns an (vielen Dank, Amazon Prime). Es gibt ihn in zwei Größen: 2,5-6 kg und 6,5-9 kg. Da Krümel gerade bei 5 kg war, habe ich die erste Größe bestellt. Ich war positiv überrascht, als ich eine Email mit Gebrauchsanweisung und allgemeinen Tipps zum Pucken vom Hersteller bekam.

Woombie Air Swaddle Puckdecke Pucksack

Das Material fühlt sich sehr angenehm an, da der Woombie aus 95% Baumwolle und 5% Elastan besteht und daher ein wenig dehnbar ist. In der Mitte ist ein Zweiwegereißverschluss eingenäht, der es z.B. ermöglicht, dem Baby die Windel zu wechseln ohne die Arme zu entpucken. Besonders gut gefällt mir der Netzeinsatz auf Brusthöhe des Babys, durch den eventuell gestaute Wärme entweichen kann. Insgesamt wirkt die Puckdecke auf mich sehr hochwertig.

Woombie Air Swaddle Puckdecke Pucksack

Nach dem Auspacken hat er noch einen ganz leichten chemischen Geruch, der aber nach der ersten Wäsche sofort verschwindet. Die englischen Waschinstruktionen waren allerdings recht schwammig: Warm waschen, Trockner in Ordnung, nicht bleichen, nicht bügeln. Was ist warm? Ich habe mich für ein 40°C-Programm entschieden und es hat dem Woombie jedenfalls nicht geschadet.

Bis hierhin war ich sehr zufrieden mit meinem Kauf. Noch am selben Tag probierte ich die neue Puckdecke an meiner Tochter aus und es war ein Desaster. Aus irgendeinem Grund gefiel ihr der Woombie überhaupt nicht. Sie weinte sofort und ließ sich nicht beruhigen, solange der Woombie noch an ihr war. Erst, als ich sie wieder befreite, war sie wieder glücklich. Ein zweiter Versuch zu einer anderen Zeit brachte leider dasselbe Ergebnis. Daher musste gleich auch das Baby einer Freundin, das erst ein paar Wochen alt war, als Testperson herhalten – leider mit demselben Ergebnis. Obwohl der Pucksack ganz einfach zu benutzen ist und keine Mängel in der Verarbeitung hat, konnten ihn unsere Kinder überhaupt nicht ausstehen. Also her mit dem nächsten…

2. Nüroo Swaddler

Als zweites kam der Nüroo Swaddler an. Diesen gibt es nur in einer Größe, da die Puckdecke mitwächst. Ein tolles Konzept: Der Pucksack hat zwei Taschen – eine kleine und eine große. Die Größere Tasche kann, wenn das Kind eine gewisse Länge erreicht hat, verlängert werden, indem eine versteckte, innen liegende Naht geöffnet wird. Das macht den Nüroo zu einem Pucksack, den man wirklich ab Geburt und bis zum Entwöhnen aus dem Pucken benutzen kann.

Nuroo Swaddler Puckdecke Pucksack

Der Nüroo besteht aus 90% Polyester und 10% Elastan. Beim Versuch, durch das Material zu atmen (ja, ich hab ihn mir vors Gesicht gehalten), hatte ich Probleme. Der muss also ganz fest und „strampelsicher“ sitzen, damit Baby ihn sich nicht über den Kopf ziehen kann. Auch der Nüroo kommt mit lapidaren Waschanweisungen (liegt es an mir, oder stehst du auch mehr auf klare Anweisungen?): Mit ähnlichen Farben waschen und im Trockner trocknen. Auch der Nüroo wurde erst einmal bei 40°C durchgewaschen, bevor ich ihn meiner Tochter vorstellte. Im Vergleich zum Woombie hat der Nüroo zwei Nachteile: 1. Man muss das Baby entpucken, um die Windel zu wechseln. 2. Die Anwendung ist nicht ganz so einfach, da man nicht einfach einen Reißverschluss hochzieht und fertig ist, sondern gleichzeitig die kleinen Ärmchen ein wenig halten und den Klettverschluss schließen muss.

Nuroo Swaddler Puckdecke Pucksack

Ganz gespannt auf ihre Reaktion packte ich also meine Tochter in den frisch gewaschenen Nüroo… und hatte ein wunderbar glückliches Baby! Ich war ganz baff. Sie konnte ihre Arme nicht bewegen, denn die waren fest an ihre Seiten gepuckt und hat sofort die erste Testnacht super geschlafen. Immer wieder habe ich zu ihr hingesehen, weil ich sicher gehen wollte, dass alles in Ordnung ist, aber sie hat geschlafen wie ein kleiner Stein. Beruhigt, dass sie sicher war, konnte auch ich gleich viel besser schlafen. Insgeheim habe ich hier schon beschlossen, dass der Nüroo Swaddler das Rennen macht, denn besser konnte es nicht werden.

3. Hanababy Swaddle Pod

Zuletzt kam der Hanababy Swaddle Pod bei uns an. Sofort fiel mir auf, wie weich und dehnbar das Material im Vergleich zu den anderen beiden Puckdecken ist. Das Material besteht aus 68% Bambus, 28% Baumwolle und 4% Elastan. Es ist sehr dünn und man kann sehr gut durchatmen. Den Hanababy gibt es in zwei Größen: 2,5-6 kg und 6,5-9 kg. Wie der Woombie hat auch der Hanababy Swaddle Pod einen Zweiwegereißverschluss, der es ermöglicht, dem Baby die Windel zu wechseln, ohne es auch dem Pucksack herauszunehmen.

Da die Kleine im Nüroo so gut schlief, muss ich zugeben, dass ich den Nüroo nicht gleich ausprobiert habe. Erst einmal habe ich die neue Ruhe in der Nacht genossen. Doch irgendwann wollte ich ihn auch testen, weil er einfach ganz anders zu sein schien, als die festen Pucksäcke, die die Bewegungsfreiheit einschränken. Krümel fühlte sich in dem Nüroo gleich wohl, doch konnte mit der neuen Freiheit nicht viel anfangen. Sie schlief nicht gut in dieser Puckdecke, weil sie sich einfach zu gut bewegen konnte. So haben wir den Hanababy erst einmal nur tagsüber benutzt.

Inzwischen verwenden wir den Swaddle Pod auch nachts, da ich den Eindruck habe, dass sie in ihm eine bessere Temperaturregulation hat. Sie wird nicht so schwitzig darin, auch wenn sie einen dünnen Schlafanzug im Pucksack trägt. Inzwischen schläft sie auch nachts sehr gut im Hanababy und scheint die Bewegungsfreiheit richtig zu genießen. Oft liegen ihre Ärmchen oben neben dem Kopf, was in den anderen beiden Pucksäcken nicht möglich wäre. Ich habe die Hoffnung, dass mithilfe des Hanababy der Transit zum ungepuckten Schlafen, der bald bevorsteht, leichter gehen wird.

Um meine Ergebnisse zu veranschaulichen, habe ich die Punkte Materialbestandteile, „Strampelsicherheit“, Atmungsfähigkeit, Einfachheit der Benutzung und natürlich Krümels Verdikt gewichtet und ausgewertet:

 Gewich-
tung
Woombie
Bewertung
Woombie
Ergebnis
Nüroo
Bewertung
Nüroo
Ergebnis
Hanababy
Bewertung
Hanababy
Ergebnis
60100140
Material1011000220
Sicherheit1022000110
Atmungs-
fähigkeit
1011000220
Benutzung2012000240
Krümels Wahl50002100150

Die drei Puckdecken, die wir ausprobiert haben, gefallen mir alle gut, da sie hochwertig verarbeitet sind und man sieht, dass die Hersteller sich wirklich Gedanken darüber machen, wie wir Eltern unsere Babys sicher pucken können. Nach Zahlen ist aber der Hanababy der beste Pucksack – zumindest in unserem Haus 🙂

Jetzt wüsste ich nur noch gern, wie du deinem Baby beim Einschlafen hilfst. Pucken? Weißes Rauschen? Etwas anderes? Hinterlass mir eine Nachricht in den Kommentaren!

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