5 Tipps, um die Milchbildung anzuregen

Milchbildung in der Stillzeit

Das Stillen ist so etwas Wunderbares und Wertvolles, dass ich immer noch jedes Mal wieder überwältigt bin, wenn meine Tochter an meiner Brust trinkt. Immer wieder höre ich von Frauen, die Probleme mit der Milchbildung haben oder hatten und dann unfreiwillig und vorzeitig abstillen. Deswegen habe ich hier die Informationen zusammengefasst, die mir am meisten geholfen haben, als mein Krümel dauergestillt hat.

Baby Stillen Milchproduktion Milchbildung

Als unser Baby geboren war, war ich unglaublich erleichtert, als es bei uns mit dem Stillen sofort funktioniert hat. Sie hat sich praktisch selbst angelegt und wir waren schon im Krankenhaus ein gutes Team. Ich wusste, dass ich ihr keinen Nuckel geben sollte, um eine Saugverwirrung zu vermeiden und habe mich auch daran gehalten. In den ersten 7 Wochen ihres Lebens habe ich meine Tochter praktisch dauergestillt. Ich habe oft von Frauen gehört, dass ihre Babys am Nachmittag und Abend vermehrt das sogenannte Clusterfeeding betreiben. Bei Krümel war es, mit Ausnahme einiger Nachtstunden, der ganze Tag. So hatte ich oftmals gegen Abend das Gefühl, wirklich leer getrunken zu sein. Da kam einfach nicht mehr viel und ich konnte spüren, wie frustriert und ängstlich das meine Kleine gemacht hat. Da ich eine Heidenangst vor dem Zufüttern  hatte, musste eine andere Lösung her. Zufüttern bedeutet in diesem Fall, dass außer der Muttermilch noch angerührte Milch über die Flasche gegeben wird. Das kann aber oft zu einer Saugverwirrung führen, da das Baby dort viel einfacher an die Milch herankommt, ohne den Sauger so bearbeiten zu müssen, wie es bei der mütterlichen Brust der Fall ist. Das wiederum führt oft dazu, dass das Baby die Brust verweigert und dann abgestillt wird. Also habe ich wie wild recherchiert, was die Milchbildung anregt und was ich aktiv tun kann, um auch abends noch gehaltvolle Milch für mein Baby zu haben.

1. Häufig anlegen

Diesen Punkt kann ich gar nicht genug betonen. Die Brust reagiert auf die Nachfrage, d.h. Das saugende Baby. Ganz simpel: Wird gesaugt, wird auch Milch produziert.

2. Viel trinken

Obwohl es so offensichtlich und logisch ist, habe ich diesen Punkt erst vernachlässigt. Milch besteht zum größten Teil aus Wasser. Wer also viel trinkt, hat schon einmal den wichtigsten Bestandteil auf Vorrat.

3. Gute Kalorien essen

Die Milchproduktion ist eine kraftzehrende Angelegenheit. Klar, es ist wunderschön und auch eine tolle Art, um nach der Geburt abzunehmen, aber zu viel Gewicht sollte man dabei nicht verlieren. Stillende Mütter sollten unbedingt darauf aufpassen, sich über den Tag verteilt gute Kalorien zuzuführen, idealerweise in Form von Lebensmitteln, die die Milchbildung unterstützen. Zu diesen Lebensmitteln gehören z.B.  Haferflocken (daraus kann man klasse Porridge machen, oder diese leckeren Cookies), Mandeln, Stilltee, Malzbier und – wer hätte es gedacht – Milch 🙂

4. Ruhe und Frieden

Hast du schon einmal bemerkt, dass du morgens nach dem Aufstehen besonders viel Milch hast? Na klar, da hat sich einiges angesammelt, aber auch tagsüber helfen Schlaf, Ruhe und ein bisschen Kuscheln (idealerweise mit dem zu stillenden Baby 😉 der Milchbildung auf die Sprünge. Über den Tag solltest du daher immer wieder Pausen einlegen, tief durchatmen und dir eine ruhige Ecke zum Stillen suchen. Ich musste manchmal meinen Mann (ganz lieb) aus dem Zimmer werfen, um mich ganz auf mein Baby und das Stillen konzentrieren zu können. Jetzt gehe ich meist mit ihr ins Schlafzimmer – dort sind wir ungestört und Papa kann weiter fernsehen mit Ton.

5. Ein Geheimtipp von mir: Visualisieren

Ja, das klingt nach Hokuspokus, aber bleib bei mir. Wenn es bei mir gar nicht mehr ging mit dem Milchspendereflex und sich überhaupt nichts mehr regte, habe ich mein Baby in die Arme geschlossen, es sanft gewiegt und mir bildhaft vorgestellt, wie ich es stille. Wie es zufrieden trinkt, genährt wird und gedeiht. Sag dir: „Ich gebe meinem Baby von meiner Brust die beste Nahrung, die es gibt.“ Ja, das ist schwierig in Momenten, in denen dein Baby sowieso schon vor Hunger schreit. Deswegen sollte man diese Übung schon machen, wenn sozusagen alles ok ist, also z.B. morgens, wenn die Milch noch im Überfluss vorhanden ist. Einfach schon mal ausprobieren, dann klappt es später am Tag leichter.

 

Ich hoffe, meine Tipps helfen dir über schwierige Phasen hinweg, in denen die Milchproduktion schwach ist. Lass einen Kommentar da, was du tust, um dir das Stillen zu erleichtern!

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